Newsletter

Die zweite Lebenshälfte ist bunt und vielfältig - und wir im ebz gestalten sie mit.

Lieber Leserinnen, liebe Leser,

Wir, Hartmut Wolter, Pädagogischer Mitarbeiter für kirchliche Arbeit in der zweiten Lebenshälfte (44) und Pfarrerin Annegret Zander, Leiterin des ebz (43), stehen am Anfang der zweiten Lebenshälfte. Die Lebendigkeit und Kreativität vieler Menschen zwischen Mitte 40 und über 90, die uns begegnen, inspiriert uns. Was uns beschäftigt, möchten wir mit Ihnen teilen und wünschen uns das auch von Ihnen. Was beschäftigt Sie in der zweiten Lebenshälfte? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter und die Informationen an andere weiter geben.

Und wir freuen uns auf viele Begegnungen mit Ihnen in Bad Orb, im Internet und in Ihrer Nähe.

Unsere Themen in dieser Ausgabe

Ich falle jetzt mal mit der Tür ins Haus: wie ist das eigentlich bei Ihnen … mit dem Glauben und der Spiritualität? Hat sich da etwas geändert im Laufe der Jahre? Tauchen plötzlich neue Fragen auf? Immer mehr Menschen so um die 50, aber auch älter, sprechen mich darauf an. Beginnen über ihre Geschichte mit dem Glauben nachzudenken, die guten und die schlechten Erfahrungen mit der Kirche, über Brüche in ihrem Gottesbild und ein zartes Tasten nach neuen Bildern, die jetzt passen. „Der liebe Gott sieht alles“ ist lange passé. Und was ist stattdessen? „Ich fühle mich verbunden mit einer Kraft außerhalb von mir“, formuliert es ein Mann Mitte 40. „Ich weiß, dass Gott da ist für mich“ sagt eine Frau Anfang 60.
Viele ringen mit der Tradition, den alten Bibelworten, den Liedern und Gebeten. Was stimmt davon heute noch? Trägt mich das so, wie es meine Mutter getragen hat? Ein Protestant, der diese Fragen besonders eindrücklich bedenkt, ist Fulbert Steffensky. Er nennt das, was uns täglich trägt und nährt „Schwarzbrot-Spiritualität“. Darüber bin ich gestolpert: hätte ich doch oft lieber „frischer Pflaumenkuchen mit Sahne - Spiritualität“. Bei der Zukunftswerkstatt der EKD im September 2009 hat er ein nüchternes und anrührendes Loblied über seine Glaubenstradition angestimmt:
"Dein Wort ist unseres Fußes Leuchte - Über die Schönheit des Protestantismus" (PDF-Download).

Wie gehen Sie mit diesen Fragen um? Wie können wir mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen? Wir würden gerne Angebote entwickeln, in denen wir mit Ihnen über Glauben in der zweiten Lebenshälfte sprechen und kreativ werden können. Haben Sie Ideen? Was interessiert Sie?

Wir freuen uns über Ihre Gedanken und Anregungen und verlosen unter allen, die bis zum 31. März zurückschreiben das Buch „Schwarzbrot-Spiritualität“ von Fulbert Steffensky.

Pfarrerin Annegret Zander ebz.badorb@ekkw.de

Unser Seminartipp
28.-30.05.2010, Bad Orb Meditation und Begegnung mit Lebensspuren. Ein Seminar für Menschen ab der Lebensmitte mit der Meditationslehrerin Barbara Keppler-Reinhold

Eigentlich ging es ganz schlicht los. Bei unserer letzten Seniorenfreizeit wollte ich mit den Teilnehmerinnen eine musikalische Erinnerungsreise unternehmen: vom Wiegen- und Kinderlied über Volks- und Kirchenlieder zur Oper und Operette. Nun fanden wir uns allmorgendlich in glühenden Erinnerungen wieder. Schlaflieder wurden gesungen, Texte rezitiert und aufgeschrieben, vom Schullehrer und dem Pfarrer berichtet und davon wie es war, wenn man sich als 18-Jährige entscheiden sollte, ob man wie die anderen in die „Glaube und Schönheit“ – Gruppe der Nationalsozialisten gehen sollte - oder in die Kirche. Endlich einmal konnten die Frauen erzählen, von dem was schön war in diesen Gruppen, von dem Hin- und Hergerissen sein zwischen Wertesystemen. Ich habe mich und die Frauen gefragt, wie das sein muss, wenn eine Jugend nicht einfach nur schön gewesen sein darf, weil die Geschichte das nicht erlaubt.
Und schließlich fanden wir auch vieles, was bis heute trägt, gerade bei den Kirchenliedern, viele Erinnerungen an Momente der eigenen Stärke. Ein ganz besonderes Konzert, in das wir uns gemeinsam einstimmten.

Ich habe schon viele Erinnerungsansätze mit großer Resonanz in Gruppen eingesetzt: mal waren es Gegenstände des Alltags wie die Kaffeemühle und die Bohnenschnippel-Maschine, mal über den Gaumen eine Erinnerungsreise in die eigene Ess – Biografie vom Mangel bis zur Fülle.

Gerade für ältere Menschen kann die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit heilsam wirken und Kraft für die Gegenwart sowie Mut für die Zukunft geben.
Eine lohnende, vielfältige Methode, die die Beteiligten bereichert.
Ein paar Ideen für die Arbeit in Gruppen finden Sie hier.

Pfarrerin Annegret Zander

Unser Seminartipp
25.03.2010 10 – 17 Uhr, Bad Orb Biografiearbeit mit Älteren

„Wir Alten können ja sowieso nichts tun.“, sagt und denkt so mancher, wenn die Klimaprobleme unserer Zeit in den Medien präsent sind. Dass das nicht stimmt, davon sind wir überzeugt: Klimaschutz ist eine generationenübergreifende Aufgabe und alle können mitmachen. Deshalb hat das ebz seine Kooperation mit der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren –Organisationen – Die Lobby der Älteren) auf das Thema Klimaschutz erweitert. Im Rahmen der Kampagne „für dich. für mich. fürs klima.“ des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen hat die BAGSO das Projekt „Gemeinsam für den Klimaschutz – Ältere übernehmen Verantwortung“ begonnen. Das Projekt setzt auf das ehrenamtliche Engagement Älterer. In bundesweiten Schulungen, die sich an Multiplikatoren in der Seniorenarbeit richten, werden die Themen „Mobilität“, „Wohnen“ und „Essen und Haushalten“ behandelt. Ziel des Projektes ist es, ältere Menschen über den Klimawandel und Klimaschutz zu informieren und sie zu klimafreundlichen Konsumentscheidungen und zu einem klimaschonenden Verbrauchsverhalten zu motivieren.

Das ebz ist Gastgeber einer kostenlosen Schulung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Wenn Sie sich für dieses Thema in Ihrer Gemeinde oder Ihrer Gruppe engagieren möchten, sind Sie herzlich eingeladen.

Ihr persönlicher Beitrag zum Klimaschutz: mit dem CO2-Rechner 2009 http://www.bagso.de/klimaschutz.html der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. können Sie Ihre ganz persönliche Klimabilanz ziehen.

Unser Seminartipp
15.04.2010, 9-17 Uhr, Bad Orb Gemeinsam für den Klimaschutz: klimaschonend wohnen, essen und haushalten

Unser Link-Tipp
Die Umwelt – Seite der EKKW: http://www.ekkw.de/umwelt/

„Beim Tanzen geht’s mir gut!“, sagt Irmtraud Zander, Jg. 1938. Und sie muss es wissen, denn seit über 20 Jahren tanzt sie, und leitet Tanzgruppen an. Zurzeit 3-mal die Woche. Manche können nicht genug haben. Ihre Gruppen auch nicht. Die Männer und Frauen sind zwischen 40 und über 90 Jahren alt und drehen sich, schreiten und gleiten im Kreis, in der Kette, zur Mitte, unter Toren durch und umeinander herum. Finden es herrlich, lustig, und oft auch von Herzen schön. Mal zu Folkloremusik, mal zu klassischer, mal zu Pop- Musik, mal schnell, mal ruhig, mal fremd, mal vertraut.
Gefragt warum sie tanzen, sagen Menschen verschiedenen Alters: „Es macht mich lebendig und vergnügt! Es bringt mich wieder in meine Mitte. Ich genieße die Gemeinschaft.“
Wenn Sie dieses Vergnügen sich selbst und anderen gönnen wollen, lassen Sie sich zur Seniorentanzleiterin/zum Seniorentanzleiter ausbilden. Wir bieten dies in Kooperation mit dem Bundesverband Seniorentanz e.V. an.

Unser Seminartipp
19.-23.04.2010, Bad Orb Ausbildung zur Seniorentanzleiterin/zum Seniorentanzleiter, Grundlehrgang

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